POP3 Verfahren für Server


SMTP Basiswissen


Sie möchten einen eigenen Mailserver in Betrieb nehmen und möchten wissen, was für eine entsprechende Infrastruktur notwendig ist? Ganz vereinfacht könnte es so aussehen:
  • Sie registrieren sich eine Domain, welche im Internet gültig ist, oder haben bereits eine solche, mit der Sie Mailbetrieb nutzen wollen. In der so genannten "Zonen-Datei" sind alle wichtigen Informationen über die entsprechende Zone enthalten. Hier konfigurieren Sie oder Ihr Provider, wer der oder die Mailserver für diese Zone ist/sind. Ein DNS Server kann dann über diese Informationen gefragt werden, und wenn dieser für die entsprechende Zone "autorisiert" ist, funktioniert somit die Namenauflösung.


  • Konfiguration der DNS Zone: In der Zonen-Datei (Zonefile) konfigurieren Sie dann mit mindestens einem MX Eintrag, wer der oder die Server sind, die für die gewünschte Domäne E-Mailnachrichten annehmen. Dass könnte dann so aussehen:


  • Abbildung: Mailrelevante Einträge in der Zonen-Datei


    Je niedriger die Nummer, desto höher die Priorität. Dem Beispiel entsprechend ist MX10, der Host mit dem Namen MAIL1, der höherwertige Server. Sofern dieser richtig konfiguriert und erreichbar ist, wird er die Mails für die entsprechende Domain annehmen. Ist der Server aus irgendeinem Grund nicht erreichbar, so wird dies der zweite Mailserver, der als MX20 konfiguriert ist, erledigen. Dieser versucht dann in regelmässigen Abständen, seine nachrichten an den "Hauptserver" zuzustellen. Erreicht er Ihn nicht, versucht er es später wieder. Sobald dann der erste Server wieder erreichbar ist, leert der Backup Server seine Warteschlange an den ersten Server per SMTP Zustellung aus. Damit ist die Mail angekommen.

    Diese Aussagen sind natürlich recht rudimentär, es gehört noch etwas mehr dazu. Zudem gibt es unterschiedliche Designschritte, und dazu gibt es dann auch noch Themen wie DNS Round Robin, Clustering und vieles mehr.

  • Der Mailserver und die Anbindung: Sie haben intern bereits einen Mailserver installiert und wenn Mails nun bei dem oben angegebenen Mailserver ankommen, werden diese bei richtiger Konfiguration aller Komponenten schliesslich im richtigen Postfach landen. Dies setzt auch eine direkte Erreichbarkeit des Servers voraus, also eine feste IP Adresse, da direkte Zustellung erfolgt. Ändert sich die IP Adresse alle 24 Stunden, wie bei vielen DSL Anschlüssen der Fall, könnte es sein, dass jemand Anderes Ihre "direkt an Sie zugestellten" Mails bekommt. Dieser jemand Anderes könnte Ihre dynamische IP-Adresse bekommen und einen Mailserver installiert haben, der bewusst "alles" annimmt. Ich glaube, dass es eine Zeit lang gleich neben dem "offenen WLAN Access Points finden" ("War Driving") der zweite Volkssport war.


  • Wenn Sie keine feste IP Adresse haben und trotzdem "internen" Serverbetrieb fahren wollen, gibt es mehrere Schritte, wie man sich dem Ziel nähert. Ich vermeide hier bewusst den Begriff "Lösung". Diese finden Sie im nächsten Kapitel.

Weiter zu Keine feste IP